Auckland

Ambury am Anfang und zum Schluß

Von Waitomo bin ich wieder nach Auckland hochgedüst, da mir nichts besseres eingefallen ist und ich doch unbedingt nochmal im Ambury Park übernachten wollte. Da wo alles begann, wollte ich, dass es auch wieder aufhört. Und es passte auch perfekt. Als ich dort um halb acht abends ankam, war das Gatter noch offen und ich konnte in den Park fahren. Die Duschen wurden gerade gereinigt, so dass das dieses Mal sogar angenehm war. Ebenso wie die Nacht. Weil ich schon um zehn eingeschlafen bin, konnte ich morgens um halb sieben den Morgen mit den verschiedenen Vögeln im Park bei einem Kaffee und leckeren Buns mit Marmelade genießen. Danach bin ich noch etwas in der Gegend rumgedüst und hab mir überlegt, wohin ich denn nun noch fahren könnte.

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Von Kiwis und Höhlen

Von Hamilton aus, strebte ich dann die Waitomo Caves noch etwas weiter südlicher an. Nach kurzer Zeit erreichte ich Otorohanga. Da ich von der letzten Nacht noch ganz k.o. war und weil ich noch einiges zu berichten hatte, erkundigte ich mich dort in dem i-Site nach einem ruhigen Campingplatz und nach der Ortsbibliothek.

Wie es der Zufall so will, befand sich direkt neben dem Campingplatz ein Kiwi-House. Nachdem ich schon mal ein solches Gehege versäumt hatte und mich danach schon geärgert habe, dass ich nicht einen einzigen Kiwi live gesehen hatte, war ich in dem Moment total happy, dass sich das so toll ergab. Der Campingplatz war klein, bestand eigentlich nur aus einem kurzen Weg, den rechts und links ein paar wenige Campingplätze säumten. Aber er war dennoch besonders, denn die Hosts, also die Campingplatz-Betreiber, waren super nett. Der Mann, Peter Clarke, kam an meinen Camper und erläuterte die Vorzüge des Campingplatzes in Form eines Werbeblocks, bei dem man normalerweise weiterzappen würde, aber das ging ja nicht . Als er fertig war, wusste ich, dass mich der Platz 7,50 Euro mit Strom pro Nacht kostet, er die tollste Shower der Welt hat, bei der man Ewigkeiten ohne timelimit warm duschen darf,  dass es super ruhig wäre und vieles mehr. Und wenn ich wollte, könne ich jetzt seine Frau, Linda, kennenlernen, die schräg gegenüber in einem dieser Wohnmobil-Häuser am Fenster saß, und mit dem Profil zur Seite zu sehen war. Aber ich meinte zu ihm, dass alles prima wäre, nur dass ich jetzt zuerst schlafen müsste, so bis zur Fütterungszeit der Kiwis. So dass ich das auf keinen Fall versäume. Er meinte, es sei kein Problem, seine Frau würde mich pünktlich um 13:15Uhr wecken. Da war ich mir dann auch sehr sicher und legte mich erst mal hin. Pünktlich donnerte die Gute an die Tür und rief die Uhrzeit. Als ich rauskam begleitete sie mich noch bis zur Kasse des Kiwi-Houses, denn somit bekam ich 10% Nachlass.

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Petition „1.5m to Survive! NZ Safe Cycling Strategies 2020“

Es gibt schon seit einiger Zeit eine Petition für die Einführung eines Mindestabstandsgebots in Neuseeland. Wer Interesse kann über den Link seine Stimme hinzufügen: http://www.ipetitions.com/petition/ridestrong/

Abgestürzt

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Wie es ist, wenn einem plötzlich der Geldhahn abgedreht wird, durfte ich die letzten Tagen am eigenen Leib erfahren. Für meine Reise habe ich mich mit zwei Kreditkarten von verschiedene Banken ausgestattet. Und zufälligerweise hat die eine Bank mir das Limit für die eine Kreditkarte mit Beginn des Jahres 2010 unbemerkt auf 500.-Euro herab gesetzt, so dass ich diese Karte nicht mehr benutzen konnte, weil ich das Limit bereits überschritten hatte und die andere Kreditkarte wurde von der anderen Bank etwa zeitgleich gesperrt, wegen auffälliger Buchungen. „Abgestürzt“ weiterlesen

Mia im Herald

Gestern war dieser Artikel im “The Gisborne Herald” und in verschiedenen anderen Regional-Herald-Ausgaben abgedruckt. Ebenso wie der Artikel der in dem Zusammenhang auf derselbe Seite entweder oben drüber oder direkt darunter abgedruckt wurde.

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Mia Pusch ist tot

Letzten Dienstag ist Mia Pusch auf den Straßen Neuseelands tödlich verunglückt. Mia, 19 Jahre alt, war seit Anfang Oktober 2009 auf Neuseeland mit ihrem Fahrrad unterwegs. Auf bikingdownunder.blog.de bloggte sie ihre Tour durch Neuseeland. Dabei beklagte sie sich auch immer wieder über das rigoros aggressive Verhalten der LKW-Fahrer hierzulande, wobei ich nur zustimmen kann.

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Sonne, Strand und Meer

8:00 Uhr

20100110_Gisborn 027 20100110_Gisborn 033 Morgens um sechs aufzuwachen ist eigentlich nie schön, aber wenn man den Strand, das Meer und dazu noch die aufgehende Sonne sieht, dann gibt es eigentlich fast nichts schöneres. Klar bin danach nochmal eingeschlafen, aber der Moment war schon klasse, als ich die Sonne am Horizont als breiten Streifen sehen konnte. Um acht war dann meine Aufstehenszeit.  

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Der Strand

Am nächsten Morgen war ich richtig fit und voller Tatendrang. Daher fuhr ich gleich nach dem Frühstück weiter. Schließlich wollte ich endlich ins Warme. In Napier war es zwar warm und der Campingplatz war auch nicht schlecht, aber das eben nicht das Optimum. Es sollte richtig warm sein und der Strand sollte hell und feinsandig sein.

Mahia Beach

Nach über 100 Kilometern wurde ich ungeduldig und fuhr direkt dem Schild in Richtung Mahia Beach hinterher, in der Hoffnung, dass dort der Strand sein möge, den ich schon so lange vermisst habe. Als ich dort ankam, fand ich auch einen tollen Strand, nur war da gerade eine riesen Aktion los. Irgendeine Veranstaltung von der hiesigen Schule dort. Keine Ahnung, auf jeden Fall viel zu viel Rummel. Es gab einen Campingplatz, der allerdings ziemlich voll aussah. Der Strand war zwar klasse und entsprach ganz meinen Vorstellungen, aber das Drum Herum absolut nicht. Also bereute ich kurz diesen 12 Kilometer Abstecher und fuhr wieder zurück auf die SH2 und dort weiter in Richtung Gisborne.

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Auf Abwegen

Featherston

20100108_WelNapier 006 Nach der Nacht auf dem unbekannten Campingplatz wachte ich sehr übermüdet morgens um sieben schon wieder auf. Nahm schnell eine Dusche, packte meine Sachen und fuhr artig zur Rezeption, um meinen Platz dort zu begleichen. Ich rechnete schon mal mit einer horrenden Summe von über 30 NZD, aber wurde dann positiv überrascht, denn es war weniger als die Hälfte. Beim wegfahren sah ich das Elektrizitätswerk, das sich gleich daneben befand. Eine schönere Location hätten die sich für den Campingplatz nicht raussuchen können. Nach ein paar Kilometer erst, fiel mir auf, dass ich noch nicht gefrühstückt hatte und als ich ein Schild mit Parkanlage sah, fuhr ich ausnahmsweise da mal raus. Normalerweise sind die Plätze nicht besonders schön, haben keine Aussicht und sind eigentlich nur für eine Pause von ein paar Minuten gedacht. Aber der Platz war ein kleiner Park. Da niemand da war, baute ich mir meinen Camper direkt vor dem Denkmal an das Featherston Military Camp auf, das mal eine Bedeutung in der Geschichte der neuseeländischen Post spielte. Kochte mir einen Kaffee und frühstückte gemütlich. Eigentlich wollte ich auch ein wenig schlafen, aber das war mir dann doch etwas zu öffentlich. „Auf Abwegen“ weiterlesen

Seerobben und meer

Mein Entschluß wieder zur Nordinsel zurückzukehren stand fest. Da konnten meine neuen Bekanntschaften leider auch nichts mehr ändern. Es war einfach zu kalt und es gab zu viele Stechmücken. Bin eben ein Weichei. Die Südinsel mag klasse sein und sicherlich werden einige sagen oder denken, das Beste gibts doch da unten bei Queenstown oder an der Südwestküste. Aber ich meine, ich muß nicht alles gesehen haben. Kanns mir in etwa auch vorstellen. Jetzt will ich nur noch in die Sonne und mich nicht mehr kratzen müssen.

Kekeno am Ohau Point

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Die Fahrt von Kaikoura ging an der schönen Ostküste der Südinsel Neuseeland entlang. Mittlerweile hatte ich gelernt, wenn irgendwo eine Hinweistafel auf einen “Scenic Lookout” verweist, dann sollte man da auch mal rausfahren. Denn in der Regel lohnt es sich. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Denn es gab eine Seelöwenkolonie zu sehen, die da an der Küste von Kaikoura, am Ohau Point, in freier Natur lebt. “Kekeno” ist Maori und bedeutet übersetzt übrigens “Seelöwe”. 
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