Ein Tag in der Bücherei

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Der Regen hält weiter an. Daher bin ich heute wieder in die Bib gegangen. Wirklich klasse, was die Büchereien alles zu bieten haben. Konnte heute beinah den ganzen Tag dort verbringen und neben dem surfen im Internet noch tolle Magazine lesen. Wenn ich wieder in Deutschland bin, muss ich unbedingt mal bei uns in die Bib gehen und schauen, was die alles zu bieten haben.

Auf dem Foto ist übrigens der schön angelegte Laubengang mit dem Holzsteg zu sehen, der zur Bücherei führt.

Regenzeit und Überschwemmung in Brisbane

20100216_CoolumBeach 005 Aufgrund der andauernden Regenfälle in den letzten Tagen und Nächten kam es in Brisbane nun zu heftigen Überschwemmungen. Das Wasser steht da in manchen Ortsteilen Kniehoch. Wenn ich mir vorstelle, dass ich da vorgestern erst noch zum shoppen war. Da kann ich nur sagen, dass ich wirkliches Glück mit dem Wetter hatte. In Coolum Beach regnet es auch immer wieder und der Himmel ist dauernd bewölkt. Aber die Regenfälle sind nicht sehr stark. Eher so ein Sprühregen. Dennoch ist es mieses Wetter. Ist mir aber zur Zeit nicht so wichtig, da ich ein schönes Apartment habe und die Bibliothek gleich um die Ecke ist. Somit habe ich viele Möglichkeiten, was ich bei schlechten Wetter alles machen kann. Aber ich hoffe trotzdem, dass ich bald mal wieder an den Strand kann.

Outlet-Shopping-Day

dfoKonnte es einfach nicht abwarten und bin ganz spontan heute früh ins “Direct Factory Outlet”-Center nach Brisbane gefahren. Nach 120 Kilometern und eine Stunde später war ich dann auch dort. Dort wiederum bin ich nach kurzer Zeit in einen Schuh-Kaufrausch gefallen und konnte mich vom Kauf des dritten und vierten Paar Schuhe nur schwer abhalten. Vielleicht halte ich nächste Woche auf meinem Weg nach Sydney dort doch nochmal an und kaufe mir das eine oder andere Paar. Einfach schrecklich, diese Outlets. Sollte man wirklich abschaffen.

Moving

20100213_Coolum 089 20100213_Coolum 081Geweckt wurde ich an diesen Morgen um halb sieben von den Kiddies von den neuen Nachbarn. Im Normalfall wäre ich deshalb stinkig gewesen und hätte mich sicherlich beklagt, aber an dem Morgen war mir das gerade recht. Denn ich wollte so schnell es ging in mein Appartment umsiedeln. Aber wie es so ist, kam ich nicht ohne weiteres vom Campingplatz weg. Denn der Schlagbaum lies sich nur mit einer persönlichen Magnetstreifenkarte öffnen und die hatte ich beim Einchecken nicht mit dazu gekauft. Da kam Ralphis Einladung zum Frühstücks-Kaffee gerade recht. Ein bisschen Konversation mal wieder mit beinah echten Australiern konnte nicht schaden. Ralphi erzählte, dass sein Großvater ursprünglich aus Irland stammte und auf dem Schiff, mit dem er nach Australien kam, eine allein reisende Frau kennengelernt und dort noch geheiratet hatte. Was für eine irre Story. Die Stunde, bis die Rezeption vom Campingplatz öffnete ging ruck-zuck rum und wir verabschiedeten uns. Wirklich ein sehr nettes Ehepaar. Danach fuhr ich zum Resort, parkte das Auto in der Tiefgarage und startete meinen Einzug. An die sechs Mal bin ich die steilen Treppen von der Tiefgarage bis in den zweiten Stock rauf und runter gelaufen. Und das bei den Temperaturen. Aber die Aussicht auf 10 Tage Klimaanlage, Badezimmer und einem Bett, trieben mich an, so dass ich alles ohne zu fluchen, nach óben transportierte. Danach folgte noch ein Großeinkauf im Woolworth. Frische Eier, endlich auch mal wieder Butter, Getränke, eine Viertel Wassermelone, endlich auch mal Käse, gleich zwei verschiedene Sorten und sogar noch die australische Klatschzeitschrift “OK” kaufte ich ein. Die Einkäufe wurden dann auch noch mal in drei Gängen nach oben geschleppt, so dass ich danach ganz schön geschafft war. Eine Dusche und ein kaltes Coke später, war ich aber schon wieder frisch. Anbei noch ein paar Fotos vom Apartment.

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Coolum Beach oder The Apartment

20100213_Coolum 092 20100213_Coolum 061Nach einer Nacht voll erholsamen Schlaf, war ich heute wohl die letzte, die auf dem Campingplatz ihr Frühstück einnahm. Es war bereits gegen Mittag, als Ralphi, mein Nachbar, sich darüber amüsierte. Aber ich erzählte ihm ein wenig von den Strapazen, die ich in den letzten Tagen hatte und so fand auch der spießige Rentner Verständnis für meine Faulenzerei. Am Nachmittag zog ich los, bewaffnet mit GPS, Digi-Cam und Sonnencreme und erkundete meine neue Umgebung. Wenn alles wirklich so klasse war, dann wollte ich noch einige Nächte länger hier bleiben. Das musste aber zunächst noch bewiesen werden. Gemütlich ging ich an den Shops vorbei, wollte gerade über die Ampel, als ich sah, dass da noch zwei, drei Läden rechts herum, an der kleinen Anhöhe lagen. Alles wollte ich sehen, also auch die paar Läden. Der erste Laden war eine Mischung aus Klamottenladen und Galerie, aber eher eine Galerie, dann kam ein indisches Restaurant, dann eine Boutique. Hinter der Boutique, ich war mal wieder neugierig, eröffnete sich ein Patio. Sowas finde ich immer ganz spannend. Er zeigte eine schöne Architektur mit bunten Wänden und in der Mitte, ein Spa-Bereich. Wohl eine Wellness-Oase, dachte ich mir und ging noch weiter in den Patio hinein, um ein paar Fotos von der Architektur zu schießen. Dabei sah ich weiter hinten das Büro, über dem das Schild “Rezeption” hing. Ich ging hinein, um zu fragen, was das hier genau ist und ob man sich hier einmieten könne, für beispielsweise 10 Tage. Und man konnte. June, die Apartment-Verwalterin machte mir ein Angebot und ihr Mann zeigte mir das verfügbare Apartment, von dem aus ich noch schnell ein Foto machte. Was ich zu sehen bekam, war ein 2-Bedroom-Apartment, mit ca. 80 qm, wobei das Wohnzimmer schon um die 50 Quadratmeter hat. Das Wohnzimmer ist in Essecke, Lounge-Bereich  und Küche aufgeteilt. Die Küche ist komplett mit Geschirrspüler, Herd, Mikrowelle, Kühlschrank und allen Utensilien, also Töpfe, Geschirr und elektrischen Geräten ausgestattet. Im Wohnbereich kann ich einen DVD-Player nutzen und habe die australischen Premiere-Kanäle von Austar zur Verfügung, wie Movies, Sport, News, Entertainment, etc. . In dem  Wohnbereich habe ich eine Klimaanlage, die für die gesamte Wohnung ausreicht. In jedem Zimmer ist jeweils ein Decken-Ventilator angebracht.

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Maryborough und Coolum

Markt in Maryborough

 20100213_Coolum 04420100213_Coolum 045 Neuer Tag, neues Glück. Trotz oder vielleicht gerade wegen der blöden Ereignisse des letzten Tages, fasste ich den Entschluss mir einen besonders schönen Platz zu suchen, um endlich mal richtig zu entspannen, egal was er kostet. Dazu brauchte ich zunächst ein ordentliches Frühstück. Es war erst um acht oder halb neun Uhr morgens, als ich durch Maryborough kam. Dort gab es gerade einen Straßenmarkt, der nett und friedlich aussah. Ich parkte den mittlerweile recht verdreckten CC und ging über den Markt. Sah ein wenig aus, wie ein Kirmesmarkt, war aber wohl eher der Wochenmarkt. Dazu waren zwei Straßen gesperrt. Ich entdeckte ein kleines Cafe, in dem ich endlich zu meinem Frühstück kam. Danach fühlte ich mich schon etwas besser. Nun war ich auch zuversichtlich, dass es sicherlich besser werden würde. Ich liebe übrigens Märkte, insbesondere Wochenmärkte. Die frischen Gemüse- und Obstsorten vor allem. Menschen, die sich dort treffen, einen Schwatz halten, Händler, die ihre Waren anpreisen, schön dekoriert oder in großen Mengen nebeneinander gestappelt. Das bunte Treiben auf den Märkten gefällt mir sehr und natürlich die leckeren Sachen, die man dort kaufen kann. Vielleicht kam deshalb dieses positive Feeling in mir auf.

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Der Sekundenschlaf und Bundaberg

Ein verhängnisvoller Sekundenschlaf

20100213_Coolum 035 Ich setzte mich in mein Auto, regelte die Klimaanlage hoch und fuhr los. Im Informationscenter von Bowen erkundigte ich mich nach dem Ort St.Lawrence und sonstigen Möglichkeiten am Meer. Die Mitarbeiterin des Info-Centers war nicht besonders angetan, als ich sie nach dem besagten Campingplatz dort befragte. Sie meinte, das wäre ein kostenfreier Campingplatz und es gäbe dort Sandflies. Das Wort “Sandflies”  wird hier zu Lande, glaube ich, immer dann eingesetzt, wenn man jemanden von etwas absolut abhalten möchte. Wobei die Australier sonst fest der Meinung sind, dass es in Australien keine Sandflies gäbe, nur in Neuseeland. Und die Neuseeländer der Nordinsel meinen wiederum, es gäbe nur auf der Südinsel Neuseelands Sandflies. Andererseits bewirkt dieses Wort bei mir auch immer genau das: nämlich, dass mir die Lust vergeht, mich solchen Orten auch nur zu nähern. Ich wollte es nicht einmal ausprobieren. Die unangenehme Schwüle und dann womöglich auch noch Sandflies – nein danke. Sie meinte dagegen: Bundaberg is very nice. Dort wäre sie oft als Kind gewesen. Irgendwie glaubte ich ihr und ersetzte das Ziel “St.Lawrence” in meinem Navi durch das neue Ziel “Bundaberg”. Während der Fahrt überlegte ich: Die Frau war mit Sicherheit schon Anfang 60. Wie viel sich seit ihrer Kindheit in Bundaberg wohl verändert haben mag. Vielleicht ist Bundaberg jetzt zum Ballermann-Ort  mutiert.

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Townsville

Der Weg ist mal wieder das Ziel

20100213_Coolum 026 20100213_Coolum 029 Mein Plan war mehr oder weniger der, auf dem schnellsten Weg ans Meer, weg von der Einöde und dem Regenwald, zu kommen. Daher wählte ich mir als grobe Richtung den nahe am Meer gelegenen Ort Rockhampton. Die Fahrt war, wie seit einigen Tagen, ätzend langweilig. Allerdings änderte sich mit Eintritt in den Bundesstaat Queensland relativ schnell das Landschaftsbild. Es wurde grüner, steiniger,also eher grauer und die Luftfeuchtigkeit stieg an. Die Fahrt war nicht mehr so einsam, denn es waren mehr Autos unterwegs. Man grüßte sich auch nicht mehr, wie während der letzten 3000 Kilometer durch das Desert. Die Umgebung zeigte jetzt Felder und Weiden, viele Rinder von weiß bis schwarz. Allmählich kamen ich durch bergiges Gebiet, teilweise mit Wäldern. So nah beieinander und doch so verschieden sind die Landstriche in Australien.

 

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Mount Isa

Animals on the road

  Von Tennent Creek ging es relativ unausgeschlafen weiter in Richtung Mount Isa, zum nächsten Meilenstein meiner Reise in Richtung Ostküste. Die Entfernung war ok, so eine Mittelstrecke von 650 Kilometern. Allmählich hatte ich mich warm gefahren und entwickelte mich beinah zum Kilometerfresser. Fahrn, fahrn, immer weiter. Allerdings mehr aus der Hoffnung heraus, der Hitze und den Mücken zu entkommen. Zu sehen gab es auf der Strecke auch nichts neues. Außer vielleicht der riesigen, hellgrünen Schlange, die ich aus weiter Entfernung über die Straße sich schlängeln sah. Mehrere tote Kängurus lagen auf der Straße, die teilweise von Vögeln ausgenommen wurden. Fotos davon zu machen, hielt ich nicht für besonders ästhetisch. Und auch an diesem Tag wollte ich sowieso möglichst das Auto nicht verlassen. Den Geier hätte ich aber doch gerne fotografiert. Leider ist der gerade hochgeflogen, als ich ankam. Er hatte eine Spannweite von mindestens einem Meter. Eine ca. 50 cm lange Echse in beigefarben lief mir über den Weg. Ich konnte gerade noch ausweichen und meinte zunächst, ich wäre ihr über den Schwanz gefahren, aber als ich anhielt und nach ihr Ausschau hielt, war nichts mehr von ihr zu sehen.

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