Krebs

Neulich hatte meine Mutter Darmkrebs.

Wow – hört sich doch so an, wie: neulich hatte meine Mutter Schnupfen? Die betagte Dame ist mittlerweile 71 Jahre, aber trotzdem noch mopsfidel. Sie ist häufig auf Reisen und jobbt nebenbei ehrenamtlich als Stadtführerin. Und genau an ihrem 71igsten Geburtstag erfuhr sie nun, dass sie Darmkrebs hat. Als ich es dann von ihr erfuhr, geriet ich zunächst in Panik. Wir haben nicht soviel Kontakt, aber trotzdem weiß ich, dass sie immer für mich da ist, wenn es brennt. Und nun so etwas. Der Schock saß zunächst tief. Zumal in unserer Familie bisher niemand an Krebs erkrankt war.

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Quartalsgeier

Die Schmerzen im Unterarm hatte ich schon seit Weihnachten. Zunächst dachte ich, es wäre ein gewöhnlicher Muskelkater. Die Arbeit lies aufgrund der vielen Geschäftsreisen nicht zu, dass ich zu meinem bevorzugten Orthopäden gehen konnte. Zudem waren die Schmerzen auszuhalten und manchmal schwächer, manchmal stärker. Dann endlich war Projektende und ich hatte Freizeit. Aber auch Rückenschmerzen von der Anspannung.

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Virenscanner

Nachdem ich nun meine Krankheit zu 90% hinter mich gebracht habe, kann ich mich mit der Verhütung solcher beschäftigen. Spontan fallen mir hier diese Maßnahmen ein:

  1. Grippe-Impfung
  2. Handschuhe
  3. Desinfektionsspray
  4. Virenscanner

Die Grippe-Impfung kommt erst in Frage, wenn ich komplett Virenfrei bin. Und das dauert sicherlich noch eine Weile. Aber den Gedanken, Lederhandschuhe zu besorgen, hatte ich schon öfters. Das werde ich also zuerst erledigen. Dann versuche ich mir anzugewöhnen, diese auch zu tragen. Problematisch wird es nur bei der Arbeit. Mit Lederhandschuhen da aufzutauchen, würde den Eindruck erwecken, dass ich Fingerabdrücke vermeiden wollte, warum auch immer. Außerdem schreibt es sich sehr schlecht mit Handschuhen. Da bräuchte man also eine Alternative. Vielleicht ein Desinfektionsspray. Es kommt eben immer wieder mal vor, dass ein verschnupfter Kollege bei einem in die Tasten haut oder die Maus verwendet, nachdem er sich eine Weile an der Nase rumgefummelt hat.  

Und für daheim wäre sicherlich ein Virenscanner praktisch. Der Scanner erkennt alle Viren, die sich an einen geheftet haben, meldet wo und welche Viren-Typen das sind und beseitigt diese sofort.

Naja, vielleicht entwickelt das mal jemand.

Quinten

Morgens um halb sechs hauts mich fast aus dem Bett, weil ein immenser Druck von außen gegen meine Fensterscheibe brescht. Wow – das ist dann wohl dieser Orkan, namens Quinten, über den gestern schon berichtet wurde. Hallo –  ich möchte gerne noch ein wenig schlafen. Aber Quinten kennt keine Uhrzeit und tobt heftig weiter. Mittlerweile ist er so richtig in Fahrt und ich überlege, bis zu wieviel Knoten meine Fenster wohl aushalten, bevor sie eingedrückt werden. Und wenn das dann passiert, was sollte ich dann tun? Es hört ja dann nicht automatisch auf zu stürmen. Die Lampe würde es umhauen, genauso wie die Pflanzen, mein Bett und alles andere genauso wie ich selbst würde nass werden und der Wind würde bei mir direkt durchs Schlafzimmer fegen. Oh-je! Welche eine Vorstellung. Allerdings weiß ich, dass dieses Haus 1992 gebaut wurde und der Orkan Lothar im Jahr 1999 mit über 250 Stundenkilometer übers Ländle gefegt ist. Und die Fenster wurden hier noch nie ausgetauscht. Daraus schließe ich dann wieder, dass die Fenster das wohl ausgehalten haben. Und damit wiederum auch Quinten widerstehen werden. Der macht im Moment wohl nur so 151 km/h Spitze.

Wie beruhigend, dann kann ich noch eine Runde weiterschlafen und werde nachher gleich mal den Friseurtermin absagen, weil der macht heute sicherlich keinen Sinn.

Paracethamol oder Influenza Teil III

Samstag, 7.Februar 2009

Paracethamol ist alle und der Kühlschrank ist auch leer. Also mal nicht faul sein und den Einkaufskorb geschwungen. Auf Anraten von lieben Freunden kaufe ich ein Suppenhuhn und Suppengrün. Vielleicht hilft das ja gegen diese Illusion. Und ganz viel frisches Obst: Clementinen, Orangen, Kiwis, Erdbeeren, Melone, Bananen und vorsichtshalber noch 2,5 Kilo Äpfel. 

Während ich mit meinen Krankheitssymptomen kämpfe, kocht das Suppenhuhn nach Mutters Rezept. Schmeckt nicht schlecht, ist aber ganz schön fettig. Die Suppe tut gut, aber die Symptome sind immer noch da. Der Husten wird energischer und entwickelt sich zu einem Würg-Reizhusten. Einfach widerlich. Zu diesen Symptomen gesellt sich, last-but-not-least, ein lästiger Schnupfen. Ich stelle einen Vergleich auf, mit welchen Nasenreinigungsmöglichkeiten ich am günstigsten fahre und stelle folgende Platzierung fest:

  1. Toilettenpapier
  2. Taschentücher
  3. Kosmetiktücher
  4. Küchentücher

Die Nacht von Samstag auf Sonntag ist relativ schlaflos. Entweder läuft die Nase oder der Husten zwingt mich zum Aufbäumen. Ganz schön anstrengend so eine Influenza. „Paracethamol oder Influenza Teil III“ weiterlesen

Der biometrische Ausweis und „Influenza Teil II/III“

Freitag, 6. Februar 2009

Der Reisepass muß neu beantragt werden. Blöderweise beherrscht der Grippe-Virus gerade meinen Körper und das sieht gar nicht gut aus, auf dem Foto, das für den Pass bestimmt ist. Egal, ist doch nur für den Zoll und nicht für eine Bewerbung, denke ich. Also schnell die Haare nach hinten hochgesteckt, damit die Ohren auch gut zum  Vorschein kommen und dann blitz-blitz. Vielleicht doch noch mal korrigieren, und wieder blitz-blitz. Auch nicht besser. Wird wohl mit jedem Versuch immer schlechter. Also nehme ich die zweite Version. Das Ergebnis würde ich wohl nicht mal meiner Mutter freiwillig zeigen: Die tränenden Augen und die glänzenden Stellen,  gepaart mit dem tot-ernsten Gesichtsausdruck, lassen mich aussehen wie ein Junkie auf Entzug. „Der biometrische Ausweis und „Influenza Teil II/III““ weiterlesen

Influenza Teil I/III

Hustende Mitreisende, Kalt-Warm-Duschen beim Betreten und Verlassen von Gebäuden, gemeinsame Berührungspunkte, wie Halteknopf in Aufzügen, an Geländern, in öffentlichen Verkehrsmitteln, und viele andere Übertragungsmöglichkeiten sucht sich die Influenza, allgemein bekannt als Grippe, um sich in anderen Körpern immer wieder auszutoben und zu kulti-Vi(e)ren.

Mittwoch, 4.Februar 2009

Gespräch mit meinem Vorgesetzten in Nürnberg. Er erzählt von der Seuche, die ihn die Woche zuvor eingesucht hatte, bevor wir zu unseren Themen kommen. Während des Gesprächs versucht man Distanz zu bewahren, um sich nicht doch noch anzustecken, jedoch am Ende verabschiedet man sich mit einem kräftigen Händedruck, an dem der Influenza-Erreger gänzlich in mein Eigentum übergeht. Mit diesem im Gepäck besteige ich den Zug, um nach Stuttgart zurückzufahren.

Donnerstag, 5.Februar 2009

Allgemeines Unwohlsein und Kopfschmerzen, die sich im Laufe des Tages zu Mega-Kopfschmerzen entwickeln. Dabei umklammert eine Riesenkneifzange mit ihren Eisenkrallen meine Stirn und drückt so kräftig zu, dass keine Tablette mehr hilft.  Die Schmerzmittelfraktion Aspirin, Paracethamol und Ibuprofen haben keine Chance. Einzig ein abgedunkelter Raum und Ruhe mindern die Schmerzen etwas. Gegen Abend bekomme ich noch aufdringlichen Besuch von Herrn Husten. Ein trockener Zeitgenosse, der absolut unkalkulierbar sich ins Geschehen mischt und meine Kopfschmerzen so richtig in Schwingung bringt. Ding-Dong machts in meinem Kopf. Und ich geh durch die Hölle, jedenfalls in diesem Moment.

Erbswurschtsuppe

Bei dem Wetter, frisch und kalt, ist eine warme Suppe am Abend, doch richtig erlabend. Da erinnert man sich  auch gerne mal wieder an Omis gute Erbswurstsuppe.

Erbswurst in gelb

Die Erbswurst ist übrigens eines der ersten Fertiggerichte. Geht super einfach und total schnell. Die Wurst setzt sich aus 6 Portionsstücken zusammen, die aus gepressten Erbsenmehl bestehen. Pro Portion zerdrückt man einfach eine Tablette im Topf, rührt ein Viertel kaltes Wasser  rein und lässt es 3 Minuten kochen. Und fertig ist das schnelle Süppchen. Erbswurschtsuppe mit Wienerle und Bauernbrot

Je nach Geschmack und Appetit kann man die Suppe noch mit Wienerle oder Nudeln verfeinern und dazu ein Bauernbrotstück reichen, wie im Bild rechts zu sehen.