Wir sind alle kleine Sünderlein …

… haben die sich wahrscheinlich gedacht, bevor sie die kleinen Kinder geschlagen und missbraucht haben. Das ist wirklich der Hammer, was da alles in den letzten Tagen ans Tageslicht gekommen ist. Gestern die Runde im Stern TV hat mich nachträglich nochmals ziemlich geschockt. Ein Verein, dem man blind vertraut, dem viele Gläubige ihre intimsten Geheimnisse anvertrauen, dem sie gehorchen, dem sie folgen und dessen Angestellte dann so etwas mit wehrlosen Kindern anstellen, aus dem würde ich austreten, wenn ich nicht schon ausgetreten wäre.

Seit dem ich berufstätig bin, hat mich die Kirchensteuer schon immer gewurmt. Wozu? Warum? Für einen Treffpunkt voller Gold und Prunk? Vor zwei Jahren habe ich das dann mal durchgerechnet und habe beschlossen die monatlichen Gebühren lieber auf mein Sparbuch zu überweisen. Ich geh höchstens in Rom mal in eine Kirche und Kirchenvertreter habe ich bisher auch nicht beansprucht, außer bei meiner Konfirmation. Das war Pflicht, der Eltern wegen. Schließlich gabs eine tolle Stereoanlage dafür.

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Ayers Rock Teil III/III

Uluru

Mala Puta und die Kräuterküche

20100205_AyersRock 103Vom Kulturzentrum ging es dann weiter zum Uluru, dem Ayers Rock. Der Rundgang um den Uluru, was man übrigens wie Uh-la-Ruh ausspricht, wird von den Aborigines in vier Teilstrecken aufgeteilt, wie auf dem Foto zu sehen ist. Jede Teilstrecke hat eine andere religiöse Bedeutung für die Aborigines-Männer und -Frauen. Einer der beiden Guides ging mit uns einen Teil des Mala-Walks, dem für die Aborigines-Frauen heiligen Walk. Er erklärte uns dabei Pflanzen, die die Aborigines-Frauen teilweise zum Würzen und teilweise als Medizin einsetzen. Der Felsüberhang, eine halbe Höhle, wurde (oder wird noch) als “Küche” verwendet. An einigen Stellen konnte man die abgeriebenen Flächen erkennen, auf denen Körner zermahlen wurden. In kleineren Felskuhlen, in dem herabhängenden Fels, wurden die Gewürze und Pflanzen aufbewahrt.

Es war auf diesem Walk bereits extrem heiß. Wahrscheinlich so um die 42 Grad und die Mücken nervten zunehmend. Richtig übel war, wenn eine Mücke den Weg unter das Moskitonetz gefunden hatte. So hatte ich dann auch zweimal eine Mücke im Auge und ein paar Mal im Ohr sitzen. Das ist vielleicht mal unangenehm. In der Höhle war es zwar schattig, aber nicht unbedingt kühl. Daher war es gut, dass der Bus uns parallel folgte und bereits nach knapp einem Kilometer schon wieder einsammelte.

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Mission impossible

Papst Benedikt XVI
Papst Benedikt XVI

Papst Benedict XVI tritt heute seine wahrscheinlich gefährlichste Reise seines Lebens durch Länder des Nahen Ostens an. Es wird eine einwöchige Tour durch Länder sein, bei denen Terroranschläge an der Tagesordnung stehen. Hinzu kommt ausserdem dass, er vor kurzem in Afrika Äußerungen über den Islam und das Judentum von sich gegeben hat, die ihm negativ angehaftet wurden. Da man nur sagen: „der wagt sich was“. „Mission impossible“ weiterlesen