Kauaeranga Valley

20091227_Thames 063 Die Fahrt von Coromandel nach Thames war so schön, dass ich vor lauter Stopps nicht sonderlich schnell vorwärts kam und am Abend noch Meilen von dem Campingplatz am Hot Water Beach entfernt war. Kurz hinter Thames suchte ich daher nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Am DOC-Schild Richtung Kauaeranga Valley brauste ich zunächst vorbei und bremste aber dann doch noch schnell ab, um dann umzudrehen und dem Schild zu folgen. Kurz nach dem Abzweig kam ein großer Parkplatz und da ich mittlerweile schon wieder hungrig war, beschloss ich zunächst eine kurze Rast einzulegen und in dem vom DOC downgeloadeten PDF nach geeigneten Campingplätzen zu suchen. Es waren 6 verschiedenen Campingplätze in dem Valley verzeichnet und ich überlegte kurz, ob ich schon wieder einen solchen unbefestigten Weg in Kauf nehmen wollte. Aber dann dachte ich, dass die DOC-Plätze bisher die schönsten waren, jedenfalls von der Lage her, dass sie zudem sehr günstig waren und der Blick in Richtung sehr viel versprechend war, dass ich nicht widerstehen konnte und bereit war, die grauslich holprige Straße in Kauf zu nehmen. Die ersten 6 km waren noch recht gut zu fahren, dann aber begann wieder diese Gravel Road. Unbefestigte Straße mit groben, teilweise spitzigen, losen Steinen. Hinzu kam noch, dass der Weg sich zur Mitte hin stark aufwölbte, so dass man, wenn man nicht direkt in der Mitte fuhr, eine starke Schräglage einnahm.Aber ich wollte unbedingt das Visitor Center zumindest erreichen.
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Weihnachtstrubel, Großfamilien und das Camping-Business

Weihnachten war, genauso wie die anderen beiden Weihnachtsfeiertage, eine recht ruhige Sache, außer dass am zweiten Feiertag noch ein paar Japaner, Italiener, Skandinavier, und vielleicht waren da noch ein paar Neuseeländer dabei, auf dem Campingplatz angereist sind. Umzingelt von Großfamilien, die in immer größeren Wohnmobilen einfuhren, die Italiener kamen gleich mit zwei so großen Schiffen an und belegten die beiden Plätze direkt hinter mir, ging mein kleines SLAB-Mobil beinah unter. Die Japaner reisten PKWs und übernachteten in einer Standardcabin für 8 Leute. Wobei ich mich fragte, wo denn die restlichen 12 Japaner schlafen, die da abends noch in der Runde dabei saßen. Interessant bei dem ganzen Tumult waren jedoch die Kochgruppen. Da war beispielsweise der Russe, mit dem Oberkörper eines jungen Arnold Schwarzeneggers, der sich eine riesengroßen Pott Suppe Anfang der Woche gekocht hatte, von der er jeden Tag zehrte und manchmal auch andere einlud. Dann die Japanerin, die eifrig einen kleinen Topf mit roten, für mich undefinierbaren, Teilen in kochendem Wasser hütete. Später erfuhr ich, dass es sich um Süßkartoffeln handelte. Die Maori, die eine Vielzahl an Speisen gleichzeitig zubereiteten, von denen die Spieße am leckersten aussahen und mich beinah dazu verführten mir einen zu stibitzen. Die junge Familie, die Spaghetti kochte, der routinierte Barbecuer, der neben dem Fisch auch noch zwei Steaks auf dem großen Experten-Barbecue grillte, und so weiter, und so weiter. Meiner einer kochte ganz stinknormale Kartoffeln für die spätere Verarbeitung zu Kartoffelsalat oder Bratkartoffeln. So gekochte Kartoffeln im Kühlschrank zu haben, ist nämlich wie mit gekochten Eiern, auf Reisen immer eine praktische Sache. Sie machen satt und schmecken mit ein wenig Salz und Pfeffer stets ausgezeichnet. „Weihnachtstrubel, Großfamilien und das Camping-Business“ weiterlesen

DOC und der ADAC, meine Rettung

Die Mautstation oder: Kann man von Wasabi sterben?

Nach kurzer Überlegung, ob ich auf dem Campingplatz in Athenree noch eine Nacht bleiben sollte oder nicht, entschied ich mich dagegen, da ich unbedingt noch den Nordzipfel von Neuseeland entdecken wollte. Zielstrebig fuhr ich also weiter auf dem Highway Nr.2, dann auf die Autobahn durch Auckland durch, bis zu einem Service Center, so werden hier die Raststätten genannt, bei dem man unter anderem die Maut für das nächste Stück Autobahn bezahlen konnte. Generell gibt es auf Neuseeland keine Mautpflicht, aber bei einigen Autobahnabschnitten mittlerweile wohl doch. Da es hier nur 2 NZD pro Befahrung kostete, also 1 Euro, wollte ich keinen Umweg fahren. An der Raststätte gab es auch verschiedene Restaurants, zum  Beispiel das “Wild Bean Cafe”. Diese Kette hatte ich schon öfters gesehen, aber noch nie probiert. Aber heute hatte ich mal wieder Lust auf einen guten Kaffee. Im Angebot gab es auch noch sogenannte “Combos”. Ich wählte die Kombination mit einem Cafe Latte und einem sechser Sushi-Pack für 7,50 NZD, also weniger als 4.-Euro. Der Kaffee war lecker cremig und das Sushi – mmmh. Vor allem das Wasabi dazu. Ich überlegte kurz, ob man an Wasabi sterben könnte, weil das einfach so höllenscharf war, aber mindestens genauso höllengut. Da ich daran nicht gestorben bin, ging ich zum Mautterminal und startete den Mautdialog.

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