Ein Tag, drei Stationen

Christchurch

Die Nacht war Stechmückenfrei und angenehm warm. Das Aufwachen um halb acht genauso. Der Campingplatz ist wirklich klasse gewesen. Preislich war er mit 11.-Euro für eine Stadt auch sehr angenehm. Absolut empfehlenswert. Daher kommt der Amber Holiday Park in Christchurch auch mit in den Campingreport. Da mein Kühlschrank nachts gerne etwas rum spinnt und mich das mittlerweile nervt, habe ich mein ganzes Zeugs in den großen Kühlschrank in der Campingplatzküche für die Nacht deponiert und den Kühlschrank ganz abgeschaltet. Das war wirklich super, weil bei mir im Camper Ruhe war und die Sachen richtig gekühlt wurden. Nach dem Frühstück bin ich zunächst zum Warehouse, in dem man beinah alles bekommt, und hab mir dort ein paar CD’s geholt. Irgendwie bin ich so ein bissel gefrustet und daher musste Motivationsmusik her. Nun begleiten mich neben Korn auch noch Gossip, Deep Purple und The Best of New Zealands, wo unter anderem auch Maori-Musik drauf ist. Danach wollte ich eigentlich mit der Gondel auf den Berg vor Christchurch fahren, aber als ich dort war und gesehen hab, dass das schon wieder eine Viertels Tankfüllung kostet und auf dem Berg nicht einmal Schnee lag, bin ich lieber cachen gegangen. Beim Cachen entdeckt man immer wieder interessante Locations, wie heute beispielsweise den kleinen Bird-Watching- und Heritage Park “Travis Wetland” oder das Anglergebiet im “Janet Stewart Reservat”. Außerdem bewegt man sich, wenn man zum Cache noch ein Stück laufen muss. Damit hatte ich für heute mein Soll an Sport auch schon erledigt.

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Christchurch

Hanmer Springs Ade

Die Nacht war kalt, aber der Morgen war noch kälter. So kalt, dass ich heute früh um 07:00Uhr nach dem Duschen, das übrigens auf dem Campingplatz extra gekostet hat, sofort abgezogen bin. Die Library hatte leider zu, sonst hätte ich die Blogartikel eingestellt und meine Fotos gesichert. Hanmer Springs ist auf jeden Fall sehr schön, wenn man eine warme Unterkunft hat, wie beispielsweise im Hotel Heritage. Dann ist das sicherlich angenehmer und macht mehr Laune, als so ein kleiner Camper, der auf einen mini Platz unter einem Baum, dafür aber für wenig Geld, stehen muss . Dafür hatte ich mal interessante Nachbarn. Eine Motocross fahrende Familie, insbesondere die beiden Jungs und das kleine Mädchen, die um die Uhrzeit morgens von dort aus zum Training aufgebrochen sind.

Dennoch war der Morgen sehr schön in Hanmer Springs, als die Luft so erfrischend und rein war, die Sonne so schön schien und der Himmel so blau leuchtete.

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Reefton – Lewis-Pass – Hanmer Springs

Reefton

Die letzte Nacht war laut, unruhig und kalt. Beziehungsweise das Meer tobte laut, ich schlief unruhig und es war eine der kältesten Nächte bisher. Als ich heute morgen dann endlich aufstehen “durfte”, war es trotzdem schon acht Uhr. Der Regen war etwas weniger geworden, so dass ich mit meinem Frühstück in die gegenüberliegende Campingplatz-Küche ziehen konnte, ohne dabei nass zu werden. Anschließend machte ich mich auf den Weg zum Lewis-Pass, der mich nach Hanmer Springs bringen sollte. Anfangs war der Himmel noch bewölkt, aber dann setzte wieder dieser elende Regen ein. Und ich fuhr durch ein Tal oder besser gesagt durch einen Canyon, in dem ein Fluß immer breiter zu werden schien.

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Wind, Sturm und Überschwemmung

Aus Fish&Chips wurden Hamburger und Salat, die es kostenlos an einem Aktionsstand am Beach gab. Kleine Marketing-Kampagne für einen Soßenhersteller namens ETA. Die Aktion lautete ETA Summer BBQ. Man konnte wählen zwischen einer Grillwurst und einem Burger. Soßen gabs in verschiedenen Varianten zur Auswahl. Der Salat war spitze. Leider war die Qualität der Internetverbindung bei der kleinen Bibliothek nicht so spitze, so dass mir meine Sicherung nicht vollständig gelang. Aber das Wichtigste konnte ich dort erledigen. Erst gegen 13:00Uhr bin ich dann von Nelson los gekommen und strebte als erstes Ziel Westport am Meer an. Schon in Nelson war das Wetter nicht so gut und ich dachte, wenn ich in Richtung Westküste fahre, würde es mit Sicherheit am Nachmittag besser werden, doch es wurde immer schlechter.

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Nelson, Abel Tasman und Cook

Als der Holländer Abel Tasman Nelson mit seinem Schiff entdeckte hörte er Rufe vom Festland Neuseelands. Da er dachte, es wären Begeisterungsrufe sendete er ein Beiboot mit einer kleinen Besatzung aus, die Kontakt zu den Bewohner aufnehmen sollten. Jedoch waren es keine Begeisterungsrufe, die die Maori dort riefen, sondern Kampfgeschrei. 4 Leute der Mannschaft in dem Boot wurden sofort getötet. Als Folge zog Tasman ab, ohne je einen Fuß auf Neuseeland gesetzt zu haben. Später kam James Cook nochmal vorbei und bekam mit britischer Unterstützung die Maori, sowie deren Land in den Griff.

20100102_Nelson 00120100102_Nelson 006 Als ich in Nelson ankam, rief niemand und ich konnte auch problemlos die Stadt betreten.

Zuerst suchte ich wie immer das i-Site auf, um Infos zu Übernachtungsmöglichkeiten zu erhalten, dann suchte ich diese. Nach einigen Runden in der kleinen Stadt, fand ich schließlich den Zugang zum größten Campingplatz Neuseelands am Tahunanui Beach. So bezeichnete die Mitarbeiterin des i-Sites jedenfalls den Platz. Er war tatsächlich riesig und hatte sogar einen Minigolfplatz. Die kleinen Flugzeuge, die jede Stunde von Nelson aus starten, und direkt über den Campingplatz flogen, machten zwar einen Höllenlärm, aber bei meinem Schlafnachholbedürfnis war mir das egal. Ich stellte meinen Camper ab, begrüßte kurz meine Nachbarn, ein Rentnerehepaar aus Christchurch, zog die Vorhänge zu und fiel in einen Tiefschlaf. Am späten Nachmittag wachte ich auf und war wieder zu einer einigermaßen normalen Konversation fähig.

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Von Auckland nach Nelson in 22 Stunden

Taupo

02012010_Southland 011 02012010_Southland 005 Silvester war gerade hier vorbei und hatte in Deutschland noch nicht einmal begonnen, da war ich schon wieder “On the Road again”. Von so einer Strecke hatte ich immer geträumt. Endlich mal eine längere Strecke fahren und nicht nur so kurze Stückchen. Über 600 Kilometer lagen vor mir. Die Fahrt ging von Auckland über Hamilton nach Rotorua, wo ich mir vor ein paar Wochen das Volcanic Village angeschaut hatte, weiter nach Taupo. Irene hatte immer so von Taupo geschwärmt und sie hatte recht. Als sich nach stundelangen Kurven- und Hügelfahren hinter einer hohen Kuppe der Lake Taupo vor der Kulisse der schneebedeckten Vulkane des Tongariro National Parks auftat, staunte ich nicht schlecht über diesen Anblick inmitten des Neuseelandes. Der Anblick des Sees erinnerte mich automatisch an den Züricher oder Luzerner See, aber auch an den Bodensee. Nur mit den schneebedeckten Hügeln dachte ich eben automatisch an Gletscher.

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Innen- und Außencheck über Silvester

Coromandel Ade

20091230_CoromandelADE 012 20091230_CoromandelADE 009 Vom Hot Water Beach bin ich noch vor Silvester wieder ins Motel nach Auckland geflüchtet, weil mir das Party-People-Volk dort auf den Keks ging. Das hatte nichts mehr mit der Idylle vom Hot Water Beach zu tun. Eigentlich hatte mir der gesamte Campingplatz schon nach ein paar Tagen nicht mehr gefallen. Hauptsächlich wegen der Massenabfertigung dort. Der Platz hatte keinen Flair, die Duschen waren im Dauerdreckzustand, der Müll häufte sich, das Personal war voll gestresst und schnauzte die Campingplatzgäste an, der Internetzugang wurde mir auf Dauer auch einfach zu teuer, etc.. Wenn mans ändern kann, wieso nicht. Das Motel in Auckland hatte ein super Angebot über Silvester, so dass das Deluxe Studio schnell gebucht war. Außerdem wollte ich bei der Autovermietung den Camper nochmal durchchecken lassen, bevor ich auf die Südinsel übersiedelte. Noch am 30.Dezember düste ich also nach Auckland.

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Kauaeranga Valley

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Das Kauaeranga Valley ist eine Schneise eingebettet im südlichen Teil des Coromandel Peninsula Forest Parks und ist vor allem für seine Rata-, Rimu- und Kauri-Baumbestände bekannt. Die Gravel Road bringt Fahrzeuge bis zum Fuße des Table Mountains. Ab hier führen dann nur noch Wanderpfade durch das Valley hoch zu den Pinnacles, die mit knapp 760m zwar nicht besonders hoch sind, jedoch hoch genug, um einen wunderschönen Ausblick auf das Valley zu bieten. Es heißt auch, dass hier die schönsten Wanderwege von ganz Coromandel zu finden sind. Die Pinnacles Hut ist übrigens die einzige DOC-Hütte, die es auf Coromandel gibt. Bei Vorausbuchung kann man dort für ca. 8 Euro übernachten.  Es gibt noch ein Basecamp in der Nähe des Hydro Camp in über 700m Höhe, das aus einer weichen geebneten Wiese und einem Toilettenhäuschen besteht. Der Billygoat Circuit-Wanderweg führt durch die Geschichte der Billygoat Tramline, die irgendwann um 1880 von Holzfällern entwickelt wurde, um die riesigen Kauri-Bäume zu fällen, in den Billygoat-Basins zu reinigen, in transportable Teile zu spalten und mittels maschinenbetriebenen Seilwinden aus den Wäldern zum Fluß hinab zu transportieren. Dazu errichteten sie eigens eine kilometerlange Gleislinie, auf der die Transportwägen von maschinenbetriebenen Seilwinden hin und her gezogen werden konnten.

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Weihnachtstrubel, Großfamilien und das Camping-Business

Weihnachten war, genauso wie die anderen beiden Weihnachtsfeiertage, eine recht ruhige Sache, außer dass am zweiten Feiertag noch ein paar Japaner, Italiener, Skandinavier, und vielleicht waren da noch ein paar Neuseeländer dabei, auf dem Campingplatz angereist sind. Umzingelt von Großfamilien, die in immer größeren Wohnmobilen einfuhren, die Italiener kamen gleich mit zwei so großen Schiffen an und belegten die beiden Plätze direkt hinter mir, ging mein kleines SLAB-Mobil beinah unter. Die Japaner reisten PKWs und übernachteten in einer Standardcabin für 8 Leute. Wobei ich mich fragte, wo denn die restlichen 12 Japaner schlafen, die da abends noch in der Runde dabei saßen. Interessant bei dem ganzen Tumult waren jedoch die Kochgruppen. Da war beispielsweise der Russe, mit dem Oberkörper eines jungen Arnold Schwarzeneggers, der sich eine riesengroßen Pott Suppe Anfang der Woche gekocht hatte, von der er jeden Tag zehrte und manchmal auch andere einlud. Dann die Japanerin, die eifrig einen kleinen Topf mit roten, für mich undefinierbaren, Teilen in kochendem Wasser hütete. Später erfuhr ich, dass es sich um Süßkartoffeln handelte. Die Maori, die eine Vielzahl an Speisen gleichzeitig zubereiteten, von denen die Spieße am leckersten aussahen und mich beinah dazu verführten mir einen zu stibitzen. Die junge Familie, die Spaghetti kochte, der routinierte Barbecuer, der neben dem Fisch auch noch zwei Steaks auf dem großen Experten-Barbecue grillte, und so weiter, und so weiter. Meiner einer kochte ganz stinknormale Kartoffeln für die spätere Verarbeitung zu Kartoffelsalat oder Bratkartoffeln. So gekochte Kartoffeln im Kühlschrank zu haben, ist nämlich wie mit gekochten Eiern, auf Reisen immer eine praktische Sache. Sie machen satt und schmecken mit ein wenig Salz und Pfeffer stets ausgezeichnet. „Weihnachtstrubel, Großfamilien und das Camping-Business“ weiterlesen