One night in Tennent Creek

Smalltalk im Foodmarket

20100207_TennentCreek 031 Nachdem ich mehrere Fliegen unterwegs killen musste, um in Ruhe weiterfahren zu können, hielt ich unterwegs nicht mehr an, geschweige denn öffnete ich meine Fahrertür. Ich kann mich an diese Mücken einfach nicht gewöhnen. Wie gut, dass ich genügend getankt hatte. Aber so war die Fahrt auch recht langweilig. Tennent Creek war mein Ziel und der Plan war der, dort zu übernachten. Laut Lonely Planet sollte es da ein nettes Backpacker, die “Safari Lodge”, mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis im Ort geben. Als ich dort ankam, fühlte ich mich ein bissel, wie in einem Western. Gähnende Leere auf der einzigen Straße mit den Läden, die teilweise aussehen, wie Saloon-Eingänge. Die Hitze zeichnet ein Flattern auf der Straße ab, ein paar Aborigines hängen an der Ecke rum. Tennent Creek ist laut Beschreibung einer der größeren Orte hier im Desert. Aber in real sieht das eher aus, wie eine Geisterstadt, mitten am Tag, nachmittags um vier. Mein Navi lenkt mich zu dem Backpacker, an dem außen was von Motel steht. Drinnen eine Frau mittleren Alters mit kurzen, dunklen Haaren und Brille. Die Rezeption sieht recht altmodisch, aber dennoch geordnet und sauber aus. Ich frage, ob ich hier richtig bin, in dem Backpacker aus meinem Reiseführer. Sie meint, das war mal. Bis vor 2,5 Jahren. Heute sind sie ein reines Motel. Aha- denke ich mir. Also aufgestiegen.

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Tennent Creek

Kaiser Rolls

20100207_TennentCreek 001 Anstelle schlabbriger Brötchen kaufe ich mir hier zuweilen Baguette, sofern diese angeboten werden. Die schlabbrigen, hellen Brötchen, genauso wie das Sandwich-Brot sind nicht mein Fall. Aber gestern habe ich bei meinem letzten Einkauf im Coles in Alice Springs, mitten im Dessert, frische Brötchen entdeckt, die aus Karlsruhe hätten sein können. J, edenfalls von der Bezeichnung und vom Aussehen her: Fresh Crusty Kaiser Rolls. Die Konsistenz der Brötchen war enorm gut, da sie eher vollmundig, als knusprig und luftig waren. Natürlich mag ich solche Brötchen lieber zum Frühstück, wenn sie wie bei uns sind, aber als Proviant für unterwegs war diese Version ideal. Belegt mit Schinken und Tomatenscheiben direkt mal lecker, so während der Fahrt.

Ist jetzt nicht so tierisch wichtig, aber man freut sich eben, wenn man zwischendurch mal wieder ein wenig Heimat-Feeling hat. Und sei es einfach in Form von Brötchen-Bezeichnungen. So bestand mein Frühstück heute ausnahmsweise mal nicht aus Cornflakes, sondern eben aus zwei halben Schinkenbrötchen mit Tomatenscheiben. Danach packen, auschecken und mit den Blogartikeln in den MC, die Artikel uploaden, weiter zur Tankstelle, voll getankt, dann Luft, Wasser, Öl gecheckt und dann: ab auf den Stuart-Highway.

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